FIBELN, (Daniela Seel)
Gedichte
Auffahrendes ohne Seele lesen, die kaum mehr erkenntliche Arbeit in einem Ding. Sieben Farbschichten allein an der Schlafzimmertür. Dezennien gestrichen in Flächigkeit, oder Knopfreihen. Lohn keiner Gerechtigkeit. ––– Um ferner noch hier zu sein, vermöge Arbeit, Verteilung. Was eine aufwendet, an Entfremden. Lässt Abweichung sich imitieren, oder vermeiden, woran wird etwas gleich? Etwas wie Essensmarken, im Namen des Volkes, Gladiole, Ravioli. ––– Die über Gründe setzen, mehr als ein Fädchen tief. Als wäre schön erst der Fehler in einer Kopie. Wie leichthin ein Knopf springt. Wenn ich einfach so weiterlebe, wie nahe komme ich Krieg? ––– Helle wird, von Leeren gemäßigt, von Pflicht. Liegt Aufstand an, zornkrank, wo krank eine Schublade ist? Der Eisschild schmilzt und ertrinkt, selbst im Winter, und es ist ja Winter. ––– Fingern aus Leitschichten Fibeln, binden durch Zeiten Mitanwesenheit. Limes, Lindisfarne, Kiew – die Rus rudert in Kartografien. Wo endet das Römische Reich? Das Römische Reich endet nie. ––– Den Grillen abgestotterte Stille, entginge so ihrer Bestimmung? Ungesättigt. Dass Röhricht – umtobend, kniehoch heroisch. Bis in die Gerten voll Zärtlichkeit. Zeugte Verstocken von Unbeugsamkeit? Unter Ordnungen Donner, es dunkelt. Zeug. Gewirktes. -- Nein. Döst Irgendland noch herüber? Widersage. Aus Erdreichen, Altern – insprinc haftbandun, infar wîgandun – Glottis schläft nicht, schlägt an.

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